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Hofkapelle Brahmkamp

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Hofkapelle „Maria in den Gärten“

 Hofkapelle

 

Hofkapelle Brahmkampsgärten

Maria in den Gärten

2017 entstand als letztes Gartenzimmer der Brahmkampsgärten ein Raum der Stille in Form eines Fisches, dem Symbol der Stille. Da es sich um den Garten des Lebens handelt, sollte er möglichst lebendig wirken, weshalb Grundriss und Aufriss die Form eines springenden Fisches haben. Die Arbeiten waren noch nicht ganz abgeschlossen, als schon einige Besucher darauf hinwiesen, dass der Fisch auch das Symbol für Jesus Christus ist und es schön wäre, wenn dies Gartenelement auch als Kapelle genutzt werden könne.

Nicht nur das! Die Alten Dithmarscher waren tiefgläubige Christen überall im Land gibt es noch heute Kirchen und Gedenkstätten zu Ehren der Gottesmutter Maria. Die Alten Dithmarscher wählten Maria zur Schutzpatronin ihres Landes, was sie auch in ihrem Siegel zum Ausdruck brachten.

In Zeiten größter Not mit entsetzlichen Kriegen, grausamen Attentaten und Krankheiten wurde der Raum der Stille zu einer Kapelle mit einer Marienfigur, vor der seit mehr als 500 Jahren Menschen um Hilfe in ihrer Not gebetet haben.

Was ist der Hintergrund dieses Betens?

Wir leben im Jahr 2020 nach Christi Geburt. Alle Länder der Erde orientieren sich in ihrer Zeitrechnung an diesem Ereignis. Die Frau, die damals in einem Stall in Bethlehem einen Sohn gebar, heiß Maria. Ihr Sohn Jesus Christus lebte 30 Jahre bei seinen Eltern und wurde Zimmermann. Danach verließ sie und zog mit Freunden durch das Land, um über Gott den Schäfer allen sein zu predigen. Dabei wirkte er zahlreiche Wunder. Durch diese wie auch durch die Lehre, die er verkündete, gab er sich als Sohn Gotte zu erkennen.

Das erste Wunder fand im Kanaan in Galiläa statt. Dort war er wie auch seine Mutter und seine Freunde zu einer Hochzeit geladen. Dabei geschah es, dass der Wein ausging. So etwas war damals auf einer Hochzeit eine Katastrophe. Es war einfach peinlich. Aria erkannte diese Situation, ging unauffällig zu ihrem Sohn und bat ihn, dem Brautpaar zu helfen. Jesus antwortete: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Maria verstand. Sie sprach mit den Männern, die für die Getränke zuständig waren, und forderte sie auf, das zu tun, was ihr Sohn ihnen sagen würde. Einige Zeit später geschah dann das Wunder: Jesus folgte der Bitte seiner Mutter und verwandelte Wasser in Wein, und zwar in sehr guten Wein, wie seine Freunde später berichteten. Auf die Fürsprache seiner Mutter hin hatte er geholfen. Er hatte die Art und Weise, wie er half und auch den Zeitpunkt selbst bestimmt. Aber er hatte gezeigt, dass er seiner Mutter keine Bitte abschlagen kann. So wurde Maria schon zu Lebzeiten zur Fürsprecherin für Menschen, die sie um Hilfe baten. Diese Erfahrung machen die Menschen bis heute.

Nach dem Tod Jesu verbreiteten seine Freunde seine Lehre und viele Menschen ließen sich taufen. Schon bald kam es zu Christenverfolgung und Johannes, der Lieblingsfreund Jesu brachte Maria in Ephesus in Sicherheit, zunächst im damaligen Hafengebiet und später oberhalb der Stadt in einem einsam gelegenen Haus in bergiger Gegend. Das Haus der Maria existiert noch. Es wird Tag und nach von türkischer Polizei bewacht und ist ein beliebter Pilgerort.

Zahlreiche griechische Pilger kommen am 15. August jeden Jahres, dem Fest Maria Himmelfahrt hierhin. Auch die Vertreibung der Griechen, Anfang des letzten Jahrhunderts hat dem Pilgerstrom nicht stoppen können. Bei Nacht sind die Menschen von Griechenland aus auf dem Boote über das Meer gekommen. Zwischen den griechischen Wallfahrern und den nahe Ephesus lebenden Türken besteht eine enge Freundschaft Gemeinsam beten sie am 15. August zu Maria. Die Bewohner des Nachbardorfes erklären die alte Tradition so: „Wir haben es von den Eltern gelernt, die von ihren Eltern und so weiter. Das Ganze geht so seit fast 2000 Jahren.

Die Corona Pandemie zeigt uns, wie hilflos wir Menschen sind. Macht, Geld und Wissenschaft konnten die Pandemie nicht verhindern. Eine Situation, wie sie auch die Menschen vergangener Jahrhunderte erlebten. Im Glauben an Gott und seine Barmherzigkeit und im Vertrauen auf die Fürbitte Marias hörten sie nicht auf zu beten. Sie wallfahrteten betend zu den Marienheiligtümern, wie es auch in unserer Zeit immer beliebter wird.

Die Brahmkampsgärten werden am 1. Mai wieder geöffnet und damit dann auch die Kapelle zugänglich.

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